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Mariendistel – ein seltenes Kraut, das nicht nur dem Menschen hilft

Dass die Mariendistel (lat. Silybum marianum) und ihr Wirkstoff, ein Flavolignan-Silymarin-Komplex, hochgradig wirksam sind, auf natürliche Weise Leberzellen regenerieren und stark antioxidativ wirken, bei Lebererkrankungen und Vergiftungen helfen und wohltuend auf Gallenblase und Verdauungssystem wirken, ist eine dem Menschen schon seit einigen tausend Jahren bekannte Tatsache.

Häufig wird jedoch vergessen, dass die Distel auch unseren vierbeinigen Freunden hilft.

Bezüglich Wirkung und Verwendung der Mariendistel werden wir auch mit Fragen hinsichtlich der Verwendung der Distel bei Tieren, meistens bei Hunden und Katzen, konfrontiert. Dies inspirierte uns, diesen Artikel zu verfassen.

Wie hilft die Distel Tieren?

Es muss sich nicht nur um die häufigen Fälle handeln, in denen sich ein Hund oder eine Katze vergiften. Leber, Nieren und Verdauungstrakt unserer geliebten Haustiere werden auch in anderen Situationen und durch andere Faktoren geschädigt. Und leider gibt es nicht zu wenige davon.

Wann sollte die Distel also beim Tier angewandt werden, und was hat das Tier davon?
  • Langfristige Verwendung von Medikamenten (Antibiotika, Kortikoide usw.)
  • Intoxikation mit Giften verschiedener Art (*1)
  • Entzündungen und andere Lebererkrankungen
  • Schlechte Leberwerte
  • Verdauungsstörungen
  • Verschlechterung der Fellqualität
  • Die Distel trägt auch zur Linderung negativer Impfeffekte bei
  • Entgiftet auf wirksame Weise den Organismus und stärkt das Immunsystem
  • Ist eine wertvolle Quelle für Fettsäuren
  • Schützt, unterstützt und regeneriert die Leber
  • Fördert die Bildung von Epithelien und gesundes Fellwachstum
  • Hilft bei einer Reduktionsdiät
  • Eignet sich für präventive Zwecke und die langfristige, aktive Entgiftung des Tierorganismus

Wir haben Fälle verzeichnet, bei denen der Eigentümer die Mariendistel auch im Falle des Verdachts, dass die Gesundheitsbeschwerden seines Tieres auf eine Vergiftung zurückzuführen sind, erfolgreich eingesetzt hat.
Silymarin als Wirkstoff der Mariendistel ist auch ein ausgezeichnetes Mittel zur Hemmung von Leberentzündungen und auch zur ergänzenden Therapie geeignet.
Die Verabreichung von Disteln sollte demnach eine Routinesache bei einer Therapie mit Antibiotika (*2), Antimykotika und anderen leberbelastenden Medikamenten sein.

Kann auch mein Hund/meine Katze Disteln bekommen?

Wie bereits angeführt, hilft die Mariendistel schon seit Jahrhunderten nicht nur dem Menschen, sondern auch Tieren.
Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass sowohl beim Menschen als auch bei Tieren bestimmte Grundsätze bezüglich der Anwendung einzuhalten sind.

Dosierung der Distel bei Hunden/Katzen

Die Dosierung hängt vom Wuchs des Hundes/der Katze ab. Am Anfang der Kur empfehlen wir zuerst nur 1 Teelöffel für Hunde / einen halben (vorläufig nicht gehäuften) Teelöffel für erwachsene Katzen. Obgleich die meisten Tierarzneimittel Hunden und Katzen oral zusammen mit dem Futter verabreicht werden (z.B. mit Käse, Würstchen, Schinken usw.), empfiehlt es sich, den Tieren Mariendistel auf nüchternen Magen zu verabreichen. Dadurch erreichen wir, dass der Wirkstoff Silymarin im Magen nicht mit Futter gestreckt wird und so effektiver aufgenommen werden kann.

Aus eigenen Erfahrungen empfehlen wir, 1 gestrichenen Teelöffel (einen halben für Katzen) in ca. 1-2 dcl lauwarmen Wassers zu geben, umzurühren und dann mittels einer Spritze (selbstverständlich ohne Nadel) dem Tier in die Schnauze zu spritzen. Wir füttern frühestens eine halbe bis ¾ Stunde nach Verabreichung der Distel.
Wenn sich nach 3-4 Tagen Anwendung dieser anfänglichen Dosis keine negativen Reaktionen bemerkbar machen (z.B. an der Haut usw.), gehen wir zur vollen Dosis – 2 x 1 (leicht gehäufter) Teelöffel täglich – über. Die Dosis hängt vom Wuchs des Tieres ab. Einer kleineren Katze geben wir natürlich eine niedrigere Dosis als einem Hund einer großen Rasse. Bei Unklarheiten können Sie uns gerne kontaktieren.

Wichtig ist hervorzuheben, dass die Mariendistel auch bei Tieren als gemahlene Frucht am effektivsten ist. Mehr darüber, in welcher Form die Mariendistel anzuwenden ist, erfahren Sie in unserem Artikel, der sich mit eben diesem Thema befasst.

Warnhinweis

Genau wie beim Menschen können in vereinzelten Fällen allergische Reaktionen auftreten. Es ist daher notwendig, innerhalb der nächsten, auf die Verabreichung der Distel folgenden, Stunden und Tage den Zustand des Tiers zu beobachten.
Auch empfehlen wir, im Laufe der Distelkur dem Tier kein schwer verdauliches Futter zu geben.
Falls ein Hund wegen Herzproblemen oder hohem Blutdruck behandelt wird, ist Vorsicht geboten. Die Mariendistel verabreichen wir zuerst nur in kleinen Dosen und beobachten, wie sein Organismus darauf reagiert. In den meisten Fällen hat es bisher aber keine Probleme gegeben. Bei besonders komplizierten Fällen ist es ratsam, den Tierarzt zu konsultieren.

Verlauf der Distelkur bei Tieren

Der Verlauf der Distelkur ist dem beim Menschen sehr ähnlich. Sämtliche Informationen betreffend die Kur finden Sie in unserem Artikel, der den Verlauf der Distelkur beschreibt.

Meist zwischen der ersten und zweiten Woche der Kur kann es passieren, dass der Hund öfter seine große Notdurft verrichten muss oder er umgekehrt an leichter Verstopfung leidet. Dies ist jedoch eine gewöhnliche Erscheinung in der Anfangszeit der Kur, wenn die Entgiftung des Organismus erfolgt.

Wenn auch sie irgendwelche Erfahrungen, ggf. Fragen, im Zusammenhang mit der Distelkur bei Ihrem vierbeinigen Freund haben, zögern Sie nicht, sich an der Diskussion unter dem Artikel zu beteiligen oder uns zu kontaktieren.

Die Mariendistel als gemahlene Frucht können Sie für Ihren Liebling in unserem E-Shop bestellen.

*1 – im Falle einer Vergiftung oder des Verdachts auf eine Vergiftung muss unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Mariendistel wird bereits im Rahmen der Heilbehandlung verwendet, sie dient jedoch nicht zur ausschließlichen Ersten Hilfe bei Vergiftungen

*2 – eine Distelkur kann idealerweise ca. zwei Wochen nach Verwendung von Antibiotika angesetzt werden, damit der Wirkstoff der Distel von diesen nicht zerstört wird
znehodnotené antibiotikami

3 kommentare. Fügen auch Sie einen Kommentar hinzu

Guten Tag, danke für den gehaltvollen Artikel. Unser Hund bekommt langzeitig Kortikosteroide, ich probiere es aus. Was soll ich bitte unter schweren Nahrungsmitteln verstehen? Danke

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Guten Tag Anke,
erlauben Sie uns, Ihre Frage zu beantworten:
Einer füttert ausschließlich mit Hundefutter, ein anderer kombiniert Hundefutter mit Konserven, und wieder andere füttern mit BARF – ausschließlich Fleischnahrung, mehr oder weniger im Rohzustand. Und auch heute noch finden wir Hunde, die bekommen, was zu Hause übrig bleibt (das ist oft nicht das Geeignete). Achten Sie bitte darauf, dass, wenn der Hund bereits gesundheitliche Probleme hat, gesalzene oder gewürzte Nahrung gar nicht geeignet sind (bzw. sie sind auch in dem Falle nicht geeignet, wenn der Hund keine gesundheitlichen Probleme hat). Der Grund dafür ist ganz einfach – einige Rassen (z. B. Bullterrier) sind salzempfindlich und bekommen dann früher oder später Probleme mit den Nieren. Zu schwerer Nahrung gehören auch Geflügelknochen. Das ist ein Thema, das die Leute in zwei Gruppen teilt: 1. Befürworter – aber der Hund liebt es, warum nicht… oder auf dem Dorf haben sie es gefressen und nie ist was passiert … und dann ist hier die 2. Gruppe, die schon schlechte Erfahrung mit in den Därmen oder der Mundhöhle des Hundes stecken gebliebenen Knochen usw. Am schlimmsten sind gekochte Geflügelknochen (also Hühner-, Enten-, Truthahn-, Gänseknochen,…), aber im Rohzustand sind sie auch nicht besser. Wenn schon Knochen, dann eher Kalbsknochen – Gelenkteile. Es liegt im Ermessen jedes Besitzers eines geliebten Vierbeiners.
Ich wünsche einen schönen Tag, Susanne, IhreKraeuterkenner

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Mariendistel nehme ich seit über einem Jahr und konnte alle Tabletten absetzen, die ich bis dahin eingenommen hatte. Mein Gesundheitszustand hat sich verbessert. Auch meine Familie nimmt Mariendiestel und ist sehr zufrieden. Unsere Malteserhündin ist 8 Jahre alt und hat seit ihrem 2. Lebensjahr ständig Verdauungsprobleme. Einmal war es zu viel Säure im Magen, ein anderes Mal eine blutige Darm- und Magenentzündung. Wir geben ihr schon seit 3 Monaten Mariendistel, und die Ergebnisse sind unglaublich. Ihr Fell ist fein und weich, und sie verliert das Fell gar nicht. Alles ist besser und es gibt keine Verdauungsprobleme. Ich empfehle sie.

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